Halb Mensch, halb Tier?

 

   

   

 

Güllepumpe mal anders 

 

Rubrik "halb Mensch, halb Tier?":

 

Einige Trike-Umbauten sowie dreiräderige Kleinwagen ob Privat oder in einer Fabrik geboren nutzen den Pumpenantrieb, haben aber zwei Räder vorn

und eines hinten. Sie verfügen über eine "echte Sitzgelegenheit" wie man es aus dem Auto kennt

(allein die Süddeutschen beharren bei ihrem Eigenbau auf eine "Sitzbank"...).

Einige dieser selten anzutreffenden Gefährte möchte ich Euch hier mit dem Bewußtsein auf Unvollständigkeit  mal vorstellen. Schaut euch das mal an:

 

 

 

Immer eine GL im Nacken:

 

 

 

Siehe auch mal die Idee von Thomas Trozsak aus USA:

 

 

 

 

Irgendwann hat ihn der Tatendrang verlassen.....

 

In Midwest City/Oklahoma kann man für 500US Dollar dieses halbfertige Gefährt käuflich ererben...Es ist fahrbereit aber Augenscheinlich nicht ganz fertig..

Vorne sind in dem eigen konstruierten Gitterrohrrahmen eine "Käfer"-Vorderachse und den Motor einer GL500 verbaut,. Hinten wieder CX-Technik. 

Der Sitz (Rennsportsitz) ist nicht mit auf dem Foto,gehört aber bereits fertig angepasst dazu.

 

 

 

Eigenbaureplica eines Velorex Dreirades

 Die Brüder  Frantisek und Mojmir Stransky bauten zwischen 1950 und 1972 ein Dreirad das zunächst auf den Namen OS-CAR hörte,

später dann in Velorex Dreirad umbenannt wurde.

Diese Kleinstwagen hatten tatsächlich Motorradmotoren verbaut, jedoch (Baujahrabhängig) nur bis 350ccm.

Über den Gitterrohrrahmen wurde damals eine Art Kunstleder gespannt und fertig war der Oscar.

In den folgenden Bildern seht ihr wie ein findiger Tüftler ein solches Gefährt mit Güllepumpentechnik versehen nachbaut, schaut mal:

Hier das Original.....

...und seine Kumpels....

 

Ab hier seht ihr die mühevolle Konstruktion:

Die Vorderachse stammt aus dem guten alten 1200er Käfer.

  

 

  

 

 ...fast fertig, aber jetzt schon mächtig beeindruckend!!!

 

 

 

 

JZR und BRA:

 

Der Morgan Three-Wheeler aus den 30er Jahren hat in England bis Heute nichts an seiner Popularität verloren.

Es war ein preiswerter (wie der Name vermuten läßt) dreirädriger leichter Wagen, angetrieben durch einen 2 Zylinder V-Motor.

Er bestand im wesentlichen aus einfacher, einfachster und allereinfachster Technik und war somit " von jedermann " zu warten.

Sein " Rückrat " bildete ein Gitterrohrrahmen, beplankt mit jeder Menge Holz.

Heutige Nachbauten greifen gern auf dieses Prinzip des Gitterrohrahmens zurück und benutzen statt Holz lieber Aluminiumbleche oder GFK-Teile,

sowie einen zeitgemässeren Antrieb.

 

Ein Beispiel hierfür ist die Englische Fima JZR (John Ziemba Restauration), aus dem Nordenglischen Darwen und deren "Morgan three wheeler"- Nachbauten.

                                                                                        

JZR selbst sieht ihre Bausätze nicht als Nachbauten, sondern als eigenständige Fahrzeuge "Inspiratet by Morgan". Sie waren Anfangs ausschließlich als Bausatz mit

Güllepumpenmotoren bestückt, später auf  Wunsch auch mit Guzzi- und Harley-Motoren, dann gar mit dem Triebwerk der Honda Pan-European erhältlich.

1998 ging die Firma nach ca.300 ausgelieferten Bausätzen in die Insolvenz und machte überraschenderweise im Jahre 2000 wieder ihre Werkstore auf.

Kämpft aber seit dem gegen die immer härter werdenden Zulassungsbestimmungen, die in Great Britain nur noch über einige Sonderregelungen für Fahrzeuge

unter 400 Kilo überhaupt noch möglich sind. Bis Heute wurden etwa 360 Bausätze und Fahrzeuge verkauft.

Solch ein (mit dem Pumpenmotor unter 400 Kg wiegender) JZR-Threewheeler hat ( Werbeaussage JZR) z.B.mit einem 650er Pumpenmotor bestückt

ein Leistungsgewicht von knapp über 5 Kg/PS, also etwa so viel wie ein Porsche Boxster S mit 295 PS.

Da geht (laut JZR) an der Ampel die Post ab! (Wir kennen ja alle das noch bessere Leistungsgewicht unserer eigenen Pumpen und die selbstredend ob der schieren

Leistung des Pumpenmotors suizidgefährdeten, mit Schweiß auf der Stirn und vor Panik weit aufgerissenen Augen des Porschefahrers wenn wir an der Ampel

neben ihm stehen und locker mit der Gashand spielen, somit ist diese Aussage von JZR wohl eher mit etwas Humor zu betrachten.)

Die höchste von JZR erhältliche Motorleistung beträgt mit dem Motor der Honda Pan 110 PS,

da trifft diese Aussage sicher sehr viel eher zu.

 Hier gehts zur JZR Homepage.

 

 

Ein weiteres Beispiel ist die Firma BRA (Beribo Replica Automobiles), ebenfalls aus England.John Berry und Peter Ibbotson bauen seit den späten 70ern

verschiedenste 4 Rädrige Replicas ( MG-P Type, Cobra  289).1996 verkauften sie ihre Firma und das dazugehörige Label incl. aller Rechte an James Mather,

zu einem Zeitpunkt als die Entwicklungsphase für den "CX3" bereits abgeschlossen war. Dieser baute zunächst allein, dann mit seinem Freund David Wiles,

der eine Produktionsstätte in Nordwales besitzt die beiden threewheeler CX3 und CV3. Der CV3 ist ein Gefährt mit "Ententechnik", gebaut seit 2000,

während der CX3 ( produziert zwischen 1996 und 2002) über Güllepumpentechnik verfügt (einige wenige auch mit Guzzi Technik).

Diese BRA Modelle sind ein klein wenig breiter, man hat im Inneren ein klein wenig mehr Platz und der Oberkörper ragt nicht so weit über die Frontscheibe

hinaus wie bei den JZR Modellen. Auch ist der Kofferraum etwas größer. Es wurden ca.100 der CX3 Modelle in England, Australien, Kanada,

Frankreich, Deutschland, Italien, Neuseeland, Portugal, Spanien und USA ausgeliefert.

Im Januar 2002 wurde erst die komplette CV3 Produktion (nach Kent), im September dann auch die CX3 Produktion (nach East Sussex) verkauft.

Die beiden wollten sich anderen Projekten widmen und nannten sich fortan "BH". Seither tüfteln sie ohne nennenswerten Erfolg an ihren weiteren Projekten

( MR3, MK2, Q4, alles nur Studien). Während der CV3 noch bis 2005 produziert wurde, hört man vom CX3 seit September 2002 nichts mehr.

Die "BRA Motor Works", der offizielle Inhaber der Rechte hat hier seine Homepage.

 

Hier ein BRA Verkaufsprospekt:

"Cx 3 Honda Powered Racer"

 

In diesem Artikel der Britischen Zeitschrift Kit Cars werden die Unterschiede zwischen CX 3 und CV 3 dargestellt.

   

 

Hier ein paar Bilder zu den "Three-Wheeler-Pumpen":

  

   

 

 

 

                                  

 

 

     

 

                          

 

 

 

 

  

  

   

 

 
 

 Hier seht und hört ihr einen JZR Threewheeler

 

 

 

Das Perfekte Kennzeichen sieht so aus:

 

 

 

 

 Threewheeler Nr 1 in Vechta..

     

 

....und Nummer 2 in Vechta..( last but not least ) 

  

 

Hier noch ein threewheeler in action

 

  

   

 

 

      

 

Hier noch ein wenig Literatur zu den BRAs:

 

 

Kit Car aus England berichtet über ein Leserfahrzeug......und in einer anderen Ausgabe gleich noch über ein weiteres:

 

 

 

 

Hier sieht man den Unterschied zwischen BRA und JZR deutlich. Das Heck ist schon auf den ersten Blick anders gestaltet und bietet so die Möglichkeit ein Reserverad mitzuführen.

 

 

 

 Hier noch zwei Schnipsel:

                                                      


Für die Technikbegeisterten unter euch hier mal das  Original:

  

 

 


 

 

 

  

Der CX-Tracer


 

Hier ein Eigenbau-threewheeler mit CX 650 Motor 

 

 

 

Schaut mal was 1990 auf einem CX Turbo Treffen vorfuhr:

  

 

 

  

Wer kennt sie nicht?

 

Die rollende Bierzeltgarnitur unserer Süddeutschen CX-Freunde....

mit lautem Getöse und Blaulicht  sowie diversen Gimmiks ist sie immer wieder ein Hingucker  

Klar erkennbar eine Güllepumpe mit Sitzbank ! 

Tobias mit reichlich Jonny W. an Bord.......................................

                                            ....................................................................................und sein Kumpel hält das Lenkrad   

Hier seht ihr die Bierzeltgarnitur in Aktion.

Den Preis " Die rasende Bierzeltgarnitur" bekamen die Süddeutschen für ihr Gefährt in Vechta 2011. Herzlichen Glückwunsch.

Wie auch immer sie es geschafft haben, sie waren mit der Bierzeltgarnitur in Vechta und haben dort ein zur Freude aller paar Runden über den Platz gedreht.

 

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