Die ganz besondere Wing

 

   

   

Die ganz besondere Wing...

 

Für jeden einzelnen Wingfahrer ist seine Wing sicher die "ganz besondere Wing" , genau genommen ist eine Wing an sich schon etwas ganz besonderes!

Doch gibt es die eine oder andere Wing die noch etwas besonderer ist...:-) weil sie eine besondere Geschichte haben, oder besonders selten sind,

weil sie offiziell eigentlich garnicht existieren, oder was auch immer. Wenn ihr selbst eine ganz besondere Wing habt, dann schickt mir doch gern ein paar Bilder

und einen kleinen Text dazu und ihr werdet sie auch hier wiederfinden.

Hier seht ihr schon mal ein paar Beispiele besonderer Wings:

 

 

Es kann nur eine geben, die Nummer 1: 

Üblicherweise werden Motorräder mit der Fahrgestellnummer 001 als Versuchsfahrzeug von ausgewählten Hondahändlern benutzt und dann zur Demontage

wieder ins Werk geschickt, Hier hat es doch noch eine GL650 (mit teilweise seeeeeehr seltenen Anbauteilen) geschafft auf Deutschlands Strassen zu verweilen.

 Schaut mal:

Hier ist das gute Stück.

selbst Honda war verblüfft das es dieses Moped überhaupt gibt....blush

 

...und damit sie nicht so allein ist.....

...teilt sie sich ihr neues Heim in Raum Bremen mit einer weiteren GL650 und einer Dampfhammerrenngülle.

 


 

Eine Wing-Interstate ist sicher auch eine ganz besondere Gl, da von diesem Modell  nur 800 Stück gebaut wurden und es derzeit keine einzige nach Europa schaffte,

da sie ausschliesslich für den japanischen Markt gebaut wurden. Nun, einige Jahre später hat es doch noch das eine oder andere Modell geschafft sich bis hier her

durch zu schlagen. Guckst du auch mal hier.

Deshalb seht ihr nunan dieser Stelle den Bericht von Michael B. aus K.  der sich seinen lang gehegten Traum einer Wing Interstate erfüllen konnte.

Herzlichen Glückwunsch dazu! 

Titel der Story: 

 

Der Traum ist wahr geworden!

Die Geschichte einer:

 

WING-INTERTSATE

Limited Edition

 

                                                                               

Am 28.4.2011 gegen 6:00 Uhr erblickte ich bei e-bay Deutschland, dass eine GL650 Limited Edition angeboten wird. Sofort Kauf 650 Euro. Ich schrieb sofort den Verkäufer an,

um zu wissen ob der Motor noch laufen würde und wegen der enormen Entfernung zwischen ihm und mir, (Runde 1500 km Köln nach Österreich und zurück)dass er mir diese für 530 €

sofort verkaufen würde. Nach ein paar Minuten bekam ich die Zusage, dass ich die Wing für 530 € sofort kaufen kann und der Motor läuft. Ich habe gekauft

Am gleichen Morgen rief ich meinen besten Freund aus der nähe Nürnberg an, ob ich Ihn am Wochenende besuchen und dort schlafen kann,

weil ich mir soeben eine GL700 gekauft habe. Noch verschlafen kam ein klares „Ja“ durchs Telefon

Am ersten April so gegen 13:00 Uhr ging die Reise mit dem Motorrad Anhänger nach Nürnberg los.

Am frühen Abend in Neustadt an der Aaich (in der Nähe von Nürnberg eine schöne kleine Stadt) angekommen würde erstmal auf das schöne Wiedersehen eine kleine Feier gemacht.

Am nächsten Tag der zweite April, ging die Fahrt mit einem kleinen Kater im Gepäck, die Reise nach Österreich los. Endlich über die Grenze nach dem die Vignette gekauft

wurde konnte man endlich schneller mit dem Anhänger fahren (Deutschland 80km/h und in Österreich 100km/h)

So gegen 13:00 Uhr trafen wir in dem schöne kleine „Lichtenau im Mühlkreis“ ein. Dort wurden wir herzlich empfangen. Nach dem wir die Maschine gestartet hatten

wurde mein Lächeln immer größer. An den Kopfdichtungen schien sie ein wenig zu schwitzen aber sie lief richtig sauber und rund.

Als wir sie endlich abfahrfertig auf dem Motorradanhänger verschnürt hatten, bekamen wir noch eine Flasche Wein vom Verkäufer. Wie schon geschrieben ein sehr netter Kontakt.

(So erbärmlich stand sie jetzt auf dem Anhänger aber sie wusste, dass jetzt bessere Zeiten für sie kommen)

  

Jetzt ging die Reise zurück nach Neustadt und am nächsten Tag weiter nach Köln zu ihrem neuen Zuhause.

Jetzt benötigte ich Ersatzteillisten von der GL700. Logischerweise in Europa nichts zubekommen.

Ein netter Japaner half mir bei der Suche und ich bekam rasch den Ersatzteilkatalog.

 

Der Ersatzteilkatalog

 

Honda Deutschland hat sich sehr bemüht mir bei der Teile Suche zu helfen aber leider ohne Erfolg.

Trotz alledem, von meiner Seite an Honda Deutschland ein Dank für den großen Einsatz.

Da an der Wing der Zahn der Zeit genagt hatte und viele Teile nicht mehr Original waren habe ich erstmal diverse Teile abgebaut

um diese gegen Teile aus meinem Ersatzteillager aus zutauschen.

Na ja sieht noch nicht ganz so gut aus.

 

  (Ein kleiner Harlekin, bestehend aus GL500 und GL650`er Teilen)

 

Es fehlten viele Original Teile die nicht in Deutschland zu bekommen waren aber aus Japan:

   
(Der Versand aus Japan dauerte warnsinnige 4 Tage)


Nach einem Monat wurde mir eine GL650 angeboten die noch einen sehr guten Lacksatz hatte dieser wurde dann montiert mit den Teilen die ich aus Japan bekommen hatte

(Ihre Teile werden an anderen GL’s weiter leben,)

 

 

(Der Aktuellstand von: 23.05.2011)

Wie man auf dem Bild gut ersehen kann, fehlen noch die Seitenembleme „Honda“ für die Koffer und die Seitenembleme WING INTERSTATE.

Einen dem Original ähnelnden Lenker so wie schwarze Embleme in der Hauptverkleidung muss ich noch besorgen.

Erst wenn sie komplett ist wird begonnen, die Wing zu restaurieren.

 

 

 An dieser Stelle vielen Dank für den Bericht. Es werden sicher noch Bilder folgen, woruf wir natürlich gespannt sind.

Für alle Ahnungslosen unter den Lesern möcht ich hier gern noch ein kleines Bildchen einfügen,

das Michas Garage zeigt VOR dem Kauf der im Bericht genannten zwei GLs .

Schaut mal:

  

  

P.S.

Ein Bild vom Oridschinol Tachostand gibts natürlich auch, das nächste wird in vechta gemacht wink

 


 

GL650 mit blauem Blut oder

 

Adel verpflichtet

 

Es war einmal ein rechtschaffender GL Fahrer der sein Bündel packte und sich dann ganz allein durch den dunklen Wald in die weite Welt

von dannen machte um weit hinter den sieben Bergen eine bildhübsche, besonders gut erhaltene GL650 zu begutachten

die der Sage nach dort  käuflich zu erwerben sei.

 Mit dem Prachtstück wieder zuhause angekommen inspizierte er sein neu erworbenes Schätzchen aufs genaueste und ihm viel ein kleiner

unscheinbarer Aufkleber auf dem Heckbürzel seiner neuen GL auf. Alles an der Maschine schien Original zu sein, bis auf dieser Aufkleber.....

Er zeigte ein Wappen....eines Königs? Eines Prinzen? Eines Kalifen aus dem fernen Orient? Eine Frosches gar der aufs wachküssen wartet?

 Das Wappen, so stellte sich bald heraus ist das Wappen derer zu Leiningen, ein altes deutsches Hochadelsgeschlecht aus dem süddeutschen Raum,

aber was hat das mit der Maschne zu tun???

 

Das Wappen des  Fürstentums Leiningen.

 

Das Fürstentum Leiningen das so bis 1808 bestand.

 

Hier ein paar Bilder der GL650 Interstate:

 

 

Der gute  Mann (nennen wir ihn mal Anderas M.) begann emsig nach zu forschen.....und nun wird es interessant...aber lassen wir ihn selbst berichten: 

 

 

Zur Historie der 'adeligen' GL650 Silverwing'

Ich hatte im Juni 2009 eine ungewöhnlich gut erhaltene Silverwing GL650 erworben, die tatsächlich vollkommen original
und unverbastelt war.

Da war kein einziges Loch an dem Motorrad, das da nicht hingehört (nur ein nachträglich angeschraubter Sturzbügel).


Das einzige Fremdelement an dem Motorrad war ein Wappen-Aufkleber auf dem Heckbürzel. Angeblich wurde die Maschine Ende der 80er aus  den USA importiert,

aber der damalige Brief war nicht mehr vorhanden und der Vorbesitzer, von dem ich das Fahrzeug gekauft hatte, konnte mir leider nichts näheres dazu erzählen.


Der erste Eintrag in dem Brief war der 3.Besitzer und nach einiger Recherche habe ich diesen Vorbesitzer ausfindig gemacht und angerufen,

 um etwas mehr zu der Historie des Motorrads zu erfahren.


Ein gesprächiger netter Herr von 75 Jahren, der mir berichtete, dass das Motorrad tatsächlich nie im Regen gefahren,

'Zahnbürstengepflegt' und nur mit Haarshampoo gewaschen wurde!

Dann fragte ich ihn nach dem Wappen auf dem Heckbürzel, das einzige Fremdteil an der Silverwing.

Was er mir dann erzählen konnte, war dann wirklich überraschend:


Bei dem Wappen handelte es sich um das Wappen der Fürstenfamilie zu Leiningen, einem der ältesten Hochadelsgeschlechter Deutschlands.

Die Vorbesitzerin vor ihm war eine gewisse Gabriele Prinzessin zu Leiningen und er ist auch häufiger mit ihr und ihrem Gatten,
Karl-Emich zu Leiningen

(der nach der Hochzeit mit einer "unadeligen" nach langem familiären Streit seine Chefrolle im Fürstenhaus an seinen jüngeren Bruder übergab)

mit Motorrad in die Vogesen und in den Schwarzwald gefahren.

Einmal sei auch König Albert von Belgien mit seiner PanEuropean dabei gewesen.Gabriele Prinzessin zu Leiningen

(nach der Hochzeit ihrer Mutter mit Bodo Thyssen -Mitglied der Stahldynastie Thyssen- von ihm adoptiert)

   wollte unbedingt diese Silverwing GL650 haben und ließ das Motorrad im Jahre 1991 aus den USA importieren,d.h. der Erstbesitzer war ein Amerikaner.

 Das alles war schon eine nette Vorgeschichte, aber noch nicht sooo spektakulär wie die weitere Geschichte,

denn 1998 ließ sich Gabriele Prinzessin zu Leiningen nach sieben Jahren Ehe scheiden und heiratete im gleichen Jahr

den Multimilliardär Prinz Karim Aga Khan IV. (klick)  den sie bei ihrer Arbeit für die UNESCO in Paris kennengelernt hatte.

Prinz Karim Aga Khan IV ist das geistliche Oberhaupt der islamischen Ismailiten und seine Frau erhält traditionell den Titel der

 Begum (klick)

Die ehemalige Gabriele Prinzessin zu Leiningen konvertierte für diese Heirat

zum Islam und heißt heute Gabriele Inaara Begum Aga Khan - und ich besaß nun ihr ehemaliges Motorrad!

So erklärte sich auch der exzellente Pflegezustand der Silverwing - sobald die Prinzessin ins Schloss in Amorbach

bei Heidelberg von einer Ausfahrt zurückkehrte, standen schon die angestellten Mechaniker bereit,

um die Fahrspuren zu beseitigen und das Bike auf technische Unversehrtheit zu prüfen,

denn der Fürst zu Leiningen war ein Auto- und Motorradliebhaber mit etlichen schönen Fahrzeugen im eigenen Fuhrpark

.
Die GL650 Silverwing wurde dann von mir mit den originalen Topcases (gross und klein) in Fahrzeugfarbe ausgestattet.

Als besonderes i-Tüpfelchen konnte ich mir das passende Kennzeichen HF-GL 650 sichern,

was insofern eine Besonderheit war, dass diese Kennzeichenfolge eine Sondergenehmigung des zuständigen

Strassenverkehrsamtes  erforderte, denn normalerweise darf keine Engschrift verwendet werden,

was aber erforderlich war, weil der Platz zwischen den originalen Blinkerhaltern nur eine bestimmte maximale Kennzeichengröße zuläßt.

In diesem Fall hatte man aber freundlicherweise eine Ausnahme gemacht nachdem ich die Geschichte persönlich vorgetragen

und um die Verwendung der passenden Modellbezeichnung GL 650 gebeten hatte.

Aus Zeit- und Platzmangel habe ich diese GL650 im September 2011 wieder verkaufen müssen. 

Sie läuft jetzt in Norddeutschland im Raum Bremen.

 

(Der neue Besitzer des Mopeds war aktuell mit der Maschine bei unserem August-Stammtisch und hat das Wappen mit einer Deutschlandfahne überklebt........)

Hier noch ein paar Bilder dieses adeligen Mopeds:

 

 

 

 

  

 

 


 

Noch ne ganz besondere Wing:

der Wing-O-Lator

 

Durch besonders glückliche Umstände und dunkle Kanäle sowie LKWweise Schwarz und Schmiergeld bin ich in den Besitz dieses Modells gekommen.

Nicht irgendeinen Wing-O-Lator, sondern den mit der Fahrgestellnummer 0001 ! Bilder des Typenschildes werden selbstverständlich nachgereicht.

Siehe auch hier und hier.

 

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