NS 750-Güllepumpe oder was?

 

  

       

 

Das Abenteuer NS 750:

 

 Ende der 70er Jahre (Honda hatte in diesem Segment bis Dato nix Konkurenzfähiges zu bieten) plante und baute Honda USA unter der Leitung von Hondas

"Race Boss" Dennis McKay (Ein Flat Track Fan vor dem Herrn) mit einigen Änderungen einen 750 ccm Güllepumpenmotor in ihre Werksrennmaschinen

( Dirt Bike Racing, genauer "Flat Track Racing") ein und nannte das Projekt " NS 750". Mit diesem "auf Dannys Mist gewachsenem" Projekt erblickte die erste

"Crossway Werks Honda" das Licht der Welt und wurde weit weg von Japan in "halfmile" und "mile" distance (gemeint ist eine Rundenlänge,

das tatsächliche Rennen geht über 25 Runden.

Bei der halfmile ist es deutlich enger und voller auf der Rennstrecke) nach den Regeln der "AMA" in den USA eingesetzt.

Da es in dieser Klasse um Zweizylindermodelle geht und Honda keinen passenden Zweizylinder mit 750ccm "aus dem Regal" nehmen konnte

(kurzzeitig im Gespräch war auch eine 600er Turboversion da das AMA Reglement hier ein Schlupfloch zuließ, Honda Japan aber noch nicht  in der Lage war

solch ein Aggregat kurzfristig herzurichten) musste man Einfallsreichtum zeigen

.Die Wahl viel auf den CX Motor mit den legendären Worten:“We’ve already got a V-twin, let’s race it.”

Das Moped verfügte nachdem Jerry Griffith der dieses Projekt konzipierte  mit seinen diversen Eingriffen fertig war immerhin über 90 bis 92 PS!

(andere Zeitzeugen sprechen gar von 110PS! für die zweite Version)

 Es wurden Teile für 25 dieser Mopeds der ersten Serie produziert, aber nur fünf oder sechs vom Honda Werksteam selbst je ins Rennen geschickt.

Der legendäre Mr. Irimajiri (der, der auch den Ovalkolben in Hondas NSR einbaute!) aus dem Honda Stammhaus in Japan zeigte Interesse an diesem Projekt,

flog in die USA  und baute mit Jerry Griffith  eigenhändig 10 dieser Motoren der ersten Serie.  Neben dem sofort auffallenden Unterschied eines längs eingebauten

Motors sowie Kettenantrieb (variable Übersetzung sehr schnell umsetzbar) sind in der letzten Version auch die  Zylinderköpfe sowie die Nockenwelle stark

überarbeitet und füllen bzw.entleeren die Zylinder "andersherum" als bei unseren Pumpen. Diese letzte Version verfügte auch über einen "Monoshock"

während bei der ersten Ausführung noch zwei Federbeine verbaut waren.

Zum Einsatz kamen diese "Flattracker" der ersten Serie nach einigen Berichten ab 1981. Honda selbst spricht davon das die NS nur zwei Saison am Renngeschehen

teilgenommen habe (an der "San Jose mile" 1980 hat eine NS mit Jeff Haney als Fahrer mit der Startnummer 11E erwiesenermaßen teilgenommen!) 

.In der der zweiten Serie dann ab der Saison 1982  in den Werksteams mit Mark Gardiner, dem legendären Freddie Spencer, Mike Kidd

(wurde im Vorjahr mit Harley erster) der mit diesem Moped leider nix gewann, Hank Scott (mehrmals dritte und vierte Plätze) sowie Scott Pearson,

der mit der NS750 die "82er Louisville Half-Mile" gewann (größter Erfolg der NS).

Die Saison '82 ist die erfolgreichere (wenn man davon sprechen kann) und letzte Saison für die Werks-NS. Im letzten Rennen der NS

(San Jose Mile 1982) kamen die beiden mitfahrenden NS auf Platz drei und vier ins Ziel. Ab 1983 wurden die NS750 bei den Dirt Bike Races von der Honda USA

Racingabteilung durch die sehr viel erfolgreicheren RS 750 abgelöst (diese gewann alle Titel von 1984-1988) und kamen ins Museum

(Bis auf einige Ausnahmen der Hondauntertstützten Privatteams,siehe weiter unten).

Die NS der ersten Generation ist komlett verschwunden und leider bis auf Fotos nirgendwo mehr zu bewundern (alle zerschossen?).

Neben diesen Fahrern gab es noch zwei oder drei von Honda unterstützte Privatteams, die (zumeist bis Mitte 1982) die NS der ersten Serie "aufbrauchten".  

Leider hatten die Motoren der NS trotz Wasserkühlung thermische Probleme (zu weit aufgebohrt) was verwunderlich ist, da sie gegen die in dieser Klasse klar

dominierenden Harleys XR750  antraten....tztz. ( Zufall?? die nach der NS750 eingesetzte RS750 hatte bis auf den tausendstel Millimeter die gleiche Bohrung

und den gleichen Hub wie die Harley XLR...lol). Die NS750 fuhren in mehreren Finalen, mehr als einmal lagen sie weit in Führung und kamen wegen abgerissener

Ventile oder zerschossener (weil überhitzter) Dichtungen garnicht erst ins Ziel..  .

Mark Gardiner sagte dazu:"it was a rocket for four or five laps.....(von25) Hank once told me it was the best-handling bike he’d ever ridden, but…"

Jerry Griffith selbst resümierte das Projekt NS 750:" If Grand National races would’ve been shorter—admittedly, they’d have to have been a lot shorter,

like five laps total—it would have been a winning bike. It had one flaw—that overheating problem—which couldn’t be tuned out of it."

Ein anderer Zeitzeuge sagte dazu:" I thought it was a really fast motor, they just couldn't keep it cool enough throughout the whole race.

When she was cool she would fly. But when she got warm it would bog and over heat".

Wieder ein anderer weiß da schon die Lösung:

"They oversized the cylinder sleeve, which reduced the water jacket. With the inhibited coolant flow, they started getting hot spots in the system.

It was also implied that race rules prevented anything but pure water as coolant."

Aber fangen wir von vorne an, schaut mal: 

 

Knapp ein Jahr bevor die NS 750  von Honda offiziell ins Flat Track Rennen geschickt wurden erschien in einer US Zeitschrift dieser kleine Schnipsel.....

Es gibt offensichtlich eine "CX?NS?" Diese Moped hat ausser dem quer eingebautem Motor eigentlich nichts mit der NS750 gemeinsam.

Honda selbst gibt dazu keinerlei Infos raus, deren "NS-Historie" fängt laut Honda USA erst Ende der Saison 1980 an. Eine volle Saison fuhr die NS nur je 1981 ud 1982.

Was also ist DAS hier? Wer da mehr weiss, bitte melden.

    

Ein Pilotprojekt? Eine Privat-Eigeninitiative? (Wenn man sich den Rahmen anschaut klingt das wahrscheinlicher) Es darf spekuliert werden!

 

NS 750:

 

Hier ein Zeitungsschnipsel über die NS:

 

  

 

Jeff Haneys Maschine:

 

 

  

Hier hab ich noch einen kleinen Zeitungsschnipsel von 1980 gefunden:

Dieses offizielle Honda Presse Foto zeigt Mickey Fay und Jeff Haney hinter ihren Maschinen. Fay hinter seinem XR Basierenden "Short track bike",

Haney hinter seinem "CX basierenden, Wassergekühlten "Big track bike" (SO wörtlich von mir übersetzt). Fay war 1979 Hondas erster Werksfahrer im

Flattracker-Segment und gewann die '79 Housten TT. Haney begann seine erste Saison 1980.( in der Geschichte der NS taucht dieser Name dann nur einmal noch auf,

er fuhr auf  der Maschine mit der Nummer 11E 1980 die "San jose Mile"....).Sehr spärliche Informationen.

Den Bildern nach handelt es sich klar um die NS der ersten Generation, aber das bereits 1980!

 

 

 

.......Das war noch die erste Version, sozusagen der Prototyp......

(dieses Bike gibt es noch!!!! Toprestauriert, es befindet sich in Privathand, Bilder davon seht ihr weiter unten)

..........was daraus in mehreren Schritten wurde seht ihr ab hier:

 

 

  

.Klar erkennbar, eine NS der ersten Generation.

 

Leider ist mir nicht bekannt wer diese Maschine fuhr...

 

 

 

 

Hier nun die zweite stark modifizierte Version der NS:

 

    

 

---------------------Honda-AMA-Flattracker Team 1982 mit den Maschinen der ersten (noch etwas schwächeren)  und der zweiten Serie,-------------------

 

                           Jerry ----------------------------------------------Gene, Scott, Big Dan, Mickey----------------------------------------------Burritto on Mickey's bike

    

 

    

Auf den Bildern zu sehen: Hank Scott (mit der Nummer 18), Steve Hall (neben ihm), Alex Jorgensen (hinter dem Moped mit der Nummer 14), Gene Romero und die Mopeds

von Mickey Fay und Scott Pearson.....Zeitgenössische Bilder zweier Teams.

  

 

 

The fast Freddie:

 

Traditionell mit der Nummer 19 fuhr Freddie Spencer, "the fast Freddie". Seine Maschine steht nun im "Honda Collection Hall Museum" in Motegi, Japan.

 

Einen Virtuellen Rundgang durch die      könnt ihr hier machen.

 

 

 

  

  

  

 

 

  

 Tolle Bilder und ein wenig Historie, siehe auch mal hier.

    

 

Die "Weltmeister-NS 750" (weil von einem Weltmeister gefahren,der gewann damit aber garnix....lach) im "Honda Collection Hall Museum" in Motegi, Japan.

brüderlich neben einer (sehr viel erfolgreicheren) RS 750.

 

 

Ein Video dieser Maschine seht ihr hier

 

Ein paar Infos zum Honda Collection Hall Museum in Motegi/Japan gibts von  Siehe  hier.

 

 

 

.

  

 

Das sind Bilder in Action:

 

 

 

Weltmeister Freddie Spencer "Fast Freddie" auf seiner NS 750, traditionell mit der Nummer 19. Neben Flat Track fuhr er auch sehr erfolgreich Strassenrenner

(Street Track Racing).

In der Augustausgabe 2004 des "Road Rider" Magazins ist ein sehr ausführlicher Bericht über "Fast Freddie" mit allen Maschinen die er (teils sehr erfolgreich!) fuhr.

z.B. Yamaha TZ750 /Ducati 900SS / MOTO GUZZI Le Mans / Honda VF750F, RS250RW . NSR500, NS500, NS750, CB750F, CB900F FWS1000 /

Harley-Dawitzon XR-750 /Yamaha TZ500.

 

Der legendäre Fast Freddie, Freddie Spencer bei  deiner Maschine, (der junge Mann im Pullover)

 

 

 

 

 

 

 

     

 

 

Mike Kidds Maschinen:

 

Mike Kidds Maschine der ersten Generation.....

Hier noch ein Schnipsel einer NS für short track races, in dem der Name Ricky Graham genannt wird. Ricky ist die NS meines Wissens nie gefahren.

Er  fuhr 1984 die RS750 und gewann damit sogar die Meisterschaft (isgesamt gewann er drei mal den Pokal, 2 mal mit Harley Sportster und 1 mal mit einer RS750).

Hier müsste es sich um Mike Kidds erste Maschine handeln.

 

...und hier seine Maschine der zweiten Generation... Mike Kidd in Action.

 

 

 Scott Pearsons Maschine:

 

  

Auf dieser Maschine fuhr Scott Pearson.

 

 Scott Pearson schaffte mit dieser NS 750 1982 auf der "Halfmile" einen Sieg in Louisville. Nun steht sie im "Motorcycle Hall of Fame Museum" in Pickerington/Ohio.

Hier gehts zur NS 750 Seite des Museums.

Hier ein paar Bilder aus dem Museum:

 

 

 

  

 

 

 

Dieses Moped befindet sich Heut in privater Hand.

 

 

Hier seht ihr mit der Startnummer 1 eine NS 750 in Aktion.

  

Hier wird in einem Honda Werbespot mit der gleichen Maschine Werbung für eine "Honda Ascot" gemacht....tztztz

 

 

Auch die Maschine mit der Startnummer 95 steht heut im wohltemperierten Museum, schaut mal:

   

 

 

 

 

Hank Scott fuhr als einer der letzten noch die NS während andere bereits auf der RS 750 allen davon fuhren.Das Foto entstand 1982 ! (ist ja auch ca.1983, nicht)

 

 Die Amerikanische Zeitschrift Cycle News von April 1980 berichtete über diese Mopeds

(im April 2006 brachte die gleiche Zeitschrift einen Rückblick über die Saison `82, die "NS Saison" und unterhielt sich dau eingehend mit Hank Scott)

 

 

Hier noch ein Artikel:

   

   

 

   

 

  

So sieht es aus wenn Rennfahrerlegenden sich treffen. Hier befindet sich eine der wenigen NS 750er anscheinend in Privathand.

Der smarte Herr mit dem blauen T-Shirt auf dem Moped heisst  Marty Tripes, ein begnadeter Crossfahrer der späten 70er(eigentlich in Hubraumschwächeren Regionen unterwegs).

Schaut mal.

  

Chip Howell auf der NS.

 

Auch Terry Poovey und Dave Bostrom aus den USA, ebenfalls erfolgreiche Dirt Track Fahrer sollen eine NS und Dave gar eine RS besitzen, mal sehen was ich da rauskriege...

 

Noch eine NS in Privathand....:-) Dies ist die NS 750 von Dave Bostrom.

 

 

 

Hier ist das Mekka der NS-Enthusiasten:

 

Mike Iannucciili aus den USA ist begeisterter Sammler dieser dirt tracker und hat von den NS gleich vier Stück in seinen (wohl wirklich) heiligen Hallen stehen.

Zwei befinden sich derzeit im Zustand des "völligrestauriertwerdens", von den beiden anderen seht ihr hier ein paar Bilder, schaut mal:

 

 

 

Nummer 19! Freddie Spencers singleshock Moped in einem Zustand wie sie neu sicher nicht war.....

 

....Details.....Änderung der Übersetzung durch einfaches "Radumdrehen", beim Kardan undenkbar........

 

.......nach Mikes Aussagen fehlen an der Front ein paar Decals, dann ist sie fertig......

 

..........unglaublich............

 

   

 

zwei von vier....Freddies singleshock und Jeff Haynes twinshock Moped nebeneinander..

Mike besitzt noch die Startnummer eins als twinshock und nochmal die Nummer eins der zweiten Generation die beide in Kürze lackiert werden.

Beides Mopeds die Mike Kidd fuhr. Ihr könnt diese Mopeds alle weiter oben in Action sehen, hier nun im absolut neuwertigen Zustand.

Die Bilder der anderen beiden Mopeds werden nachgereicht sobald sie fertig sind...."coming soon"...thanks mike for the dreampictures..

 

 

 

 

 

  

..."the  # 11e Jeff Haney  bike is the original prototype built by Jerry Griffiths in 1980"......

 

Außer den vier NS Werksrennmopeds besitzt Mike noch eine RS750 und eine RS600 im gleichen Zustand aus dem Honda Werksrennstall. Auch davon habe ich

Bilder hier, einfach nur traumhaft! Danke Mike du hast uns mit diesen Bildern eine große Freude gemacht.


 

 Hier seht ihr noch ein paar superintressante Detailbilder über die NS von Mike Kidd.

 

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